Der Deutsche Mieterbund (DMB) forderte die Bundesregierung auf, ihre geplanten Mietgesetzänderungen abzusagen. Die Untersuchung der Universität Bielefeld zeige, dass es in den vergangenen fünf Jahren gerade einmal 200 Fälle von Mietnomaden gegeben habe. Die Union und die FDP hatten schon in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, einen wirksamen Schutz gegen Mietnomaden einzuführen. Dies sei auf Druck von Vermieter- und Maklerverbänden geschehen, die von 15 000 bis 30 000 Fällen pro Jahr berichtet hätten, kritisierte der DMB. Da Fachleute die Zahlen von Anfang an bezweifelten, gab das Bundesbauministerium demnach den Auftrag zu der Studie. Trotzdem habe das Bundesjustizministerium noch vor Abschluss der Studie Vorschläge zu einer Änderung des Mietrechts vorgelegt.
"Münchner und Italiener werden sich immer ähnlicher. Nicht nur in ihren Essgewohnheiten, auch in ihrem Lebensstil. So wohnen junge Leute immer öfter im Hotel Mama. „Viele junge Menschen bleiben bei den Eltern, weil die Mieten hoch und die wirtschaftliche Situation ungewiss ist“, sagt Stephan Kippes vom Verband der Immobilienmakler Deutschland. Dabei stagnieren die Mieten in München derzeit sogar – „wenn auch auf einem hohen Niveau“, sagt Kippes. "